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Twitter als Marketinginstrument die TOP3-Strategien
Geschrieben am 13. Mai 2009 Keine KommentareVon Dell, Zappos, Asos, MyMuesli und der Spreadshirt Twardrobe
Eigentlich kann Twitter immer noch nicht mehr als zum Launch. Noch immer erlaubt es seinen Nutzern, schnell, einfach und in 140 Zeichen zu artikulieren, was sie gerade machen, und via Twitter öffentlich und privat zu kommunizieren. Twitter vereint so auf engstem Raum und mit einem Google-esk asketischem Interface die Vorzüge der one-to-many- mit der der one-to-one-Kommunikation. Genau dieser Simplizismus und die Faszination an der Unmittelbarkeit haben Twitter zu dem gemacht, was man im Web 1.0 wahrscheinlich noch killer app genannt hätte und was in der aktuellen Brand Eins als „derzeit heißestes PR-Instrument“ beschrieben wird. Scheinbar nicht enden wollende Nutzerzuwächse und eine fast astronomisch hohe Nutzungsfrequenz bezeugen den Buzz Tweet für Tweet.
Klar, dass Marketingabteilungen von etablierten Unternehmen und Kommunikationsstrategen von Start-Ups derzeit hartnäckig versuchen, das Potential von Twitter für Marken- und Produktkommunikation zu lösen. Dabei kristallisieren sich aktuell vor allem drei Strategien heraus:
a) exklusive Services für Follower
b) exklusive Rabatte für Follower
c) exklusive Previews für Follower
Die bekanntesten Beispiele für Twitter-Marketing sind Zappos und Dell. Sie verfolgen die Strategien a) bzw. b).
Exklusive Services für Follower
Zappos nutzt die Popularität von CEO Tony Hsieh, der inzwischen mehr als 50 000 so genannte „Follower“ hat, um via Twitter exklusive Leistungen für seine Kunden anzubieten. Hat man sich Hsieh rechtzeitig angeschlossen, genießt man als „Zappos VIP“ zum Beispiel einen kostenlosen Express-Lieferservice über Nacht.
Exklusive Rabatte für Follower
Dell macht etwas ähnliches – wenn auch aus Markensicht nicht identisches – und räumt seinen Twitter-Jüngern spezielle Rabatte ein. Während der Schuhversand also auf die bewährte VIP-Strategie setzt, wichtigen Menschen Sonderrechte einzuräumen, macht der PCDealer Sonderangebote und verteilt virtuelle Coupon-Kärtchen.
Neben Zusatzangeboten und Discounts, sind exklusive Previews eine dritte Möglichkeit, Twitter-Follower an sich zu binden und zu begeistern. Persönlich finde ich diesen Weg, early adopter und treue Kunden mit exklusiven Einblicken zu danken, eine sehr elegante Lösung.
Exklusive Previews für Follower
Die britische Mode-Plattform Asos zum Beispiel gewährt nur denjenigen Kunden einen Vorab-Einblick in den neuen Community-Bereich, die der Marke auf Twitter folgen. Microsoft gibt mobile Software an die Twitter-Gemeinde aus. Wir bei Spreadshirt haben soeben die „Twardrobe“ gelaunched und lassen Twitter-Follower neue Kleidungsstücke testen, bevor sie offiziell erhältlich sind.
http://twitter.com/spreadshirt
Spielen lernen heißt siegen lernen
Inspiration für den erfolgreichen Einsatz von Twitter kann man sich oft von denen holen, die in erster Linie nicht verkaufen, sondern unterhalten wollen. Vom spielerischen Umgang mit Twitter wie man ihn von Leuten wie Ze Frank oder Sascha Lobo kennt. Frank hatte letztes Jahr zum „Krieg der Farben“ gerufen und Horden von Twitterianern sind ihm gefolgt, Lobo hatte erst kürzlich für Aufsehen damit gesorgt, seine Popularität in Form von Followern zu verlosen.
Corporate Twitter in Deutschland: Viel Mono- und ein bisschen Dialog
Im Corporate-Bereich vermisse ich hierzulande allerdings noch die wirklich zündenden Ideen für Twitter. Große Unternehmen wie die Bahn sehen in Twitter aktuell (noch) nicht mehr als einen Zusatzkanal, der stumpf mit bereits existierenden RSS-Feeds bespielt zu werden hat. Hier sehe ich eine große Chance für Start-Ups diese Lücke zu schließen und via Twitter wertvolle Multiplikatoren zu erreichen. Web-affine Neugründungen und Mittelständler wie MyMuesli, Lehmanns Buchhandlung oder die Kelterei Walther, die Twitter gekonnt als Dialog- und damit Service- bzw. Networking-Instrument einsetzen, machen Hoffnung auf mehr.
Zur Originalmeldung auf gruenderszene.de.
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